Zeremonien

Incwala ("Fest der ersten Früchte")

Incwala ist eine heilige, z.T. geheime Zeremonie mit dem König und der Nation. Sie findet immer am letzten Neumondeines Jahres statt (um den 21. Dezember). Der König tritt bei diesem Fest als Oberhaupt der großen Stammesfamilie auf. Zehntausende Swasis, unter ihnen festlich gekleidete Frauen und traditionell ausgerüstete Stammeskrieger, drängeln sich alljährlich zum kalendarischen Sommerbeginn im größten Rinderpferch der königlichen Residenz von Ludzidzini. Sie bilden die spektakuläre Kulisse der königlichen Zeremonie. Der König tanzt, und seine Untertanen folgen ihm. Danach bittet er im Namen seines Volkes die Geister der Vorfahren um Regen, Wohlstand und um Frieden. Die königlichen Gebete werden von dem Gesang seiner Untertanen begleitet, die von den Ahnen ein langes Leben für den König erbitten.
Höhepunkt des vier Tage dauernden Festes ist ein Ritual, bei dem der König feierlich die erste Frucht der neuen Ernte ißt. Dieses Fest wird mit viel Aufwand und Sorgfalt betrieben. Ochsen werden geschlachtet und Wasser vom indischen Ozean (Maputo) und den Flüssen herbeigebracht, um die Geister gütig zu stimmen.


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fotos: © www.vagabonding.com



Umhlanga-Reed Dance ("Schilfrohrtanz")

Im August oder September findet der Umhlanga (»Schilfrohrtanz«) statt, bei dem die jungen Frauen der Mutter des Königs huldigen. Bei diesem Fest treffen sich die Mädchen, die noch keine Kinder haben, zu traditionellen Märschen. In traditionellen Kostümen werden Schilfrohrbündel der Königin-Mutter festlich übergeben. Der König wählt bei diesem Fest häufig ein Mädchen als Frau.
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